Überprüfen Sie ihre Bescheide!

Die Bescheide vom Jobcenter sollten für gewöhnlich richtig berechnet sein - denkt man. Dieses ist jedoch nicht immer der Fall, manchmal hat ein Sachbearbeiter vielleicht nicht alle Angaben in einer Anlage beachtet oder einen falschen Betrag in die Berechnungssoftware eingegeben. Im Ergebnis kann das zur falschen Berechnung der Leistung führen oder aber die vollständige Ablehnung des Antrages zur Folge haben. Wir möchten Ihnen daher folgendes empfehlen.

  • Wenn Sie die Antragsformulare am PC über eine PDF-Datei ausfüllen, speichern Sie alle Datein bitte grundsätzlich mit dem Formularname_Name_Datum ab
  • Wenn Sie den Antrag handschriftlich ausgefüllt haben, kopieren Sie sich den Antrag nebst Anlagen und legen sich diese Kopien zu Ihren Akten.
  • Kopieren Sie bitte sämtliche Belege, die Sie dem Antrag beigefügt haben, oder schreiben sich einen Notizzettel darüber, welche Belege Sie dem Antrag vom ........ beigefügt haben
  • Wenn notwendig, lassen Sie sich vom Jobcenter eine Empfangsbestätigung ausstellen, wenn Sie Unterlagen abgeben, wenn Sie Unterlagen per Email an den Sachbearbeiter übersenden, versehen Sie die Email mit einer Empfangs-oder Übermittlungsbestätigung
  • Sie können mit Ihren Unterlagen im Internet, vorher eine Probeberechnung für die Leistung durchführen, geben Sie dazu in der Suchmaschine einfach "Hartz4-Rechner" ein. Die Berechnungen sind allerdings nicht rechtsverbindlich oder müssen auch nicht immer der tatsächlichen Höhe der Leistung entsprechen, sie zeigen allenfalls einen möglichen Leistungsbezug.
  • Wenn Sie Ihren Bescheid erhalten, vermerken Sie bitte zunächst auf dem Bescheid das Datum, wann Sie den Bescheid erhalten haben, ab diesem Tag beginnt die Frist zu einem Einspruch.
  • Prüfen Sie die Berechnung innerhalb des Bescheides, auf daraufhin, ob alle Beträge entsprechend Ihren Angaben in den Antragsformularen berücksichtigt worden sind.
  • Sollten Sie den Eindruck haben, dass Sie den Bescheid aufgrund der teilweise umständlichen oder unterschiedlichen Erstellung der Bescheide nicht verstehen, dann gehen Sie mit dem Bescheid zu einem fachkundigen Bekannten oder einer fachkundigen Stellen, wie z.B. unserem Verein, und legen diesen dort vor, mit der Bitte ihn zu überprüfen. Wenn Sie einen netten Sachbearbeiter haben, hilft es manchmal auch schon, wenn Sie einen Termin vereinbaren und sich den Bescheid nochmal in den Einzelheiten erklären lassen.
  • Wenn Sie festgestellt haben, dass der Bescheid nicht korrekt erstellt worden ist oder eine fachkundige Stelle bzw. fachkundiger Bekannter beim Vergleich des Bescheides festgestellt hat, dass der Bescheid nicht korrekt erstellt worden ist, dann sollten Sie innerhalb der Frist von 4 Wochen ab Eingang des Bescheides bei Ihnen, einen Widerspruch an Ihr Jobcenter schreiben. 
    • Beachten Sie bitte, ein fachkundiger Bekannter oder eine fachkundige Stelle darf keine Rechtsberatung durchführen. Im Zweifelsfall oder wenn Sie selbst keine Kenntnisse haben, müssen Sie immer den Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufnehmen. Hierfür müssen Sie unter Vorlage der entsprechenden Unterlagen zum Sachverhalt und eines Nachweises Ihres Leistungsbezuges, einen Beratungsschein beantragen.